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Was die Fachpresse über Handelsmarken-Kampagnen verschweigt
Zwischen Eigenmarken-Lob und Agenturkritiken bleibt oft unklar, welche Kampagnen überhaupt gemessen werden — und welche nur zitierfähig klingen.
Wer in den letzten Monaten die deutschsprachige Marketingpresse zu Handelsmarken gelesen hat, trifft auf ein vertrautes Muster: Erfolgsgeschichten mit Hochglanzbildern, selten Zahlen zur tatsächlichen Reichweite jenseits der Eigenkommunikation der Händler.
Auffällig ist, wie selten die Berichterstattung zwischen Filialkommunikation, nationaler TV-Buchung und reinen Social-Clips unterscheidet. Für Teams, die Eigenmarken selbst führen, entsteht so der Eindruck, jede Kampagne sei vergleichbar — obwohl Budgets, Messfenster und Zielgruppen weit auseinanderliegen.
In Briefings fragen wir deshalb zuerst: Welche Quelle hat welche Behauptung übernommen? Oft reicht der Weg von Pressemitteilung zu Fachartikel ohne zusätzlichen Gegencheck. Das ist redaktionell nachvollziehbar unter Zeitdruck — für die Kampagnenplanung aber riskant.
Praktischer Umgang: Sammeln Sie drei Artikel zum gleichen Thema und markieren Sie, wo Belege fehlen. Genau diese Lücken sind der Stoff für ein sinnvolles Branchenbriefing — nicht die nächste Superlativ-Überschrift.