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Was die Fachpresse über Handelsmarken-Kampagnen verschweigt

11. Juni 2026 · 7 Min. Lesezeit

Zwischen Eigenmarken-Lob und Agenturkritiken bleibt oft unklar, welche Kampagnen überhaupt gemessen werden — und welche nur zitierfähig klingen.

Ladenregal mit verpackten Produkten

Wer in den letzten Monaten die deutschsprachige Marketingpresse zu Handelsmarken gelesen hat, trifft auf ein vertrautes Muster: Erfolgsgeschichten mit Hochglanzbildern, selten Zahlen zur tatsächlichen Reichweite jenseits der Eigenkommunikation der Händler.

Auffällig ist, wie selten die Berichterstattung zwischen Filialkommunikation, nationaler TV-Buchung und reinen Social-Clips unterscheidet. Für Teams, die Eigenmarken selbst führen, entsteht so der Eindruck, jede Kampagne sei vergleichbar — obwohl Budgets, Messfenster und Zielgruppen weit auseinanderliegen.

In Briefings fragen wir deshalb zuerst: Welche Quelle hat welche Behauptung übernommen? Oft reicht der Weg von Pressemitteilung zu Fachartikel ohne zusätzlichen Gegencheck. Das ist redaktionell nachvollziehbar unter Zeitdruck — für die Kampagnenplanung aber riskant.

Praktischer Umgang: Sammeln Sie drei Artikel zum gleichen Thema und markieren Sie, wo Belege fehlen. Genau diese Lücken sind der Stoff für ein sinnvolles Branchenbriefing — nicht die nächste Superlativ-Überschrift.